TonArt #10 – The BlackGold Brothers

Das Duo The BlackGold Brothers spielt handgemachte, akustische Musik. Beheimatet in Köln und Essen, liegen jedoch die musikalischen Wurzeln eher in den Weiten des amerikanischen Landes. Ihre Musik geht in Richtung Americana, Folk, SingerSongwriter und ggf. Akustikrock. Marcel (Spitzname Cello) singt. Carsten (Spitzname Bogi) spielt akustische Gitarre und singt auch. Obwohl beide bereits zu Schulzeiten gemeinsam arbeiteten, sind ‚The BlackGold Brothers‘ noch ein junges Projekt, dass aktuell versucht, in der lokalen Szene Fuß zu fassen.

In unsere Fotos wollten wir Carstens 65er Ford-Mustang einbauen, der hätte gut zu den beiden gepasst. Die Location hatten wir auch recht schnell gefunden, ein Brachgelände neben Bahngleisen in Ehrenfeld. Leider kam der Mustang nicht rechtzeitig aus der Werkstatt zurück, so dass wir ohne ihn auskommen mussten. Den Fototermin konnten wir nicht mehr verschieben, meine Deadline für die Abgabe bei der Jury rückte näher. Also mussten wir improvisieren. Zwei Männer für ein Foto einfach so in die Pampa zu stellen sieht einfach nach nix aus. Handlung, Aktion, Bewegung musste her. Und das mit einer auf dem Stativ montierten Großformatkamera. Das größte Problem bei der Aufnahme mit dem Sprung war neben der Schärfe das richtige Timing: ich musste im richtigen Augenblick auslösen. Digitalkameras können mittlerweile Serien aus zig Bildern schießen, aus denen man sich dann das beste aussuchen kann. Die Bewegung habe ich durch einen Blitz mit 1000 WS eingefroren, die Schärfe auf den zu erwartenden Punkt voreingestellt. Jetzt mussten die beiden „nur noch“ gleichzeitig abspringen, die Augen aufhalten, ein gutes Gesicht machen, in die Kamera schauen und vor allem ihre Arme nicht zu weit nach außen nehmen, damit sie im Bild blieben. Das fertige Foto sieht eigentlich gar nicht so kompliziert aus, wie es war. Und selbst das dritte Bild der Slideshow, das wir digital fotografiert haben, gibt die Komplexität der Situation nicht wieder. Die gewollte Unschärfe musste durch die kombinierte Bewegung der Personen und der Kamera entstehen, ein Blitz wiederum für Schärfe und Kontrast genau dosiert werden. Die notwendige Blende hat dem Blitz die volle Leisting abverlangt, so dass ich letztlich auch hier nur eine Aufnahme hatte. Lediglich die Wiederholfrequenz für das Motiv lag höher als beim Polaroid, außerdem kostete nicht jedes Auslösen so viel wie eine Pizza.

 

Termine:

Mein Projekt TON ART in der Ausstellung Rheine Träume 2014:

Ort: THE NEW YORKER / HARBOUR CLUB
Deutz-Mülheimer-Str. 165
51063 Köln-Mülheim

Vernissage: Dienstag, 16. September 2014, 19 h
Dauer: 16. – 21. September 2014
Öffnungszeiten und weitere Infos auf der Website der Ausstellung.

Präsentation und Diskussion Silber und Bytes:

Freitag, 19. September 2014, 12 h – 20 h
Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK)
An der Rechtsschule
50667 Köln